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04.05.2014, 21:23 Uhr
Wohnraum schaffen, Grünes bewahren

Befährt man den Brunnenweg und die angrenzenden Straßen im Düesbergviertel, so sieht man schnell: hier ist über viele Jahre ein Wohnquartier entwickelt worden und entstanden, das durch seine homogene Bebauung ins Auge sticht.

Doch hieran droht sich nunmehr etwas zu ändern, bestehen doch Bestrebungen in der Verwaltung, das Viertel mit einem Bebauungsplan zu überziehen.

 

Anwohner des Brunnenviertels mit den CDU-Politikern Linus Tepe (links), Claudio Dalla Riva (5. v.l.) und Ratsherrn Gilbert Hartmann (4. v.r.)

„Hiergegen haben wir ja grundsätzlich keine Einwände“, verlautbarten nun bei einem Ortstermin mit Ratsherrn Gilbert Hartmann sowie BV-Kandidaten Claudio Dalla Riva und Linus Tepe die Anwohnerinnen und Anwohner.

Doch danach folgte das große Aber: so wehren sich die Bewohner dieses Viertels gegen eine überbürdende Bebauung, durch die das Wesen des Viertels nachhaltig negativ verändert würde.

„Große Mietshäuser passen hier einfach nicht hin und bringen darüber hinaus auch noch Verkehrsprobleme mit sich“, befand etwa ein Anwohner. Zur Entstehungszeit des Wohnviertels seit den 1920-er Jahren sei immer daran gedacht worden, dass hier eine Hinterhausbebauung im Stil und nach Art und Maß der baulichen Nutzung entsprechend den bestehenden Bauten durchgeführt werde.

Doch hiervon habe sich, so die Einschätzung der Anwohner, die Stadt entfernt. Stattdessen seien „Bausünden“ genehmigt worden, die nicht nur optisch eine Gefahr für das Viertel darstellten, sondern auch das nachbarschaftliche Miteinander aufs Äußerste strapazieren könnten. „Früher kannte jeder jeden. Es war eine echte Nachbarschaft“, schwärmte ein Anwohner für den Zusammenhalt in dem Viertel an der Bahnlinie. „Wenn einer nicht laufen kann, kaufe ich mit ihm ein“, bestätigte ein weiterer Anwohner.

Um dies beizubehalten, fordern die Anwohnerinnen und Anwohner von der Stadt, einen qualifizierten Bebauungsplan aufzustellen, der ein ausgewogenes Maß von (notwendiger) Schaffung neuen Wohnraums und Erhalt des Charakters als gewachsenes, eigenständiges Viertel gewährleiste.

„Wir sind nicht gegen Schaffung von Wohnraum, 1,5-geschossig und mit einer Grundflächenzahl von 0,3, das passt", so die Vorstellung der Bürgerinnen und Bürger.

„Wir werden in den nächsten Wochen nochmals Gespräche mit der Verwaltung suchen, in dem Sorgen, Ängste und Anregungen von Bürger und Bürgerinnen Thema sein werden." Die Politik muss solche gewachsenen Strukturen mit Bedacht weiterentwickeln. Gemeinsam ist immer besser als gegeneinander“, so Ratsherr Gilbert Hartmann, der für die Bedenken großes Verständnis zeigte.

Und auch BV-Kandidat Tepe äußerte sich besorgt über die Entwicklungen. „Wir als CDU treten für bezahlbaren Wohnungsbau in der Stadt ein. Hier gilt es aber soziale Balance zu halten. Auch der Blick für eine gewachsene, gute Nachbarschaft ist wichtig", so der CDU-Mann.

„Wir bleiben am Ball“, kündigte Claudio Dalla Riva an. Gemeinsam mit den Parteikollegen werde man nicht locker lassen, die widerstreitenden Interessen unter einen Hut zu bekommen.

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